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Die Rohrklemme hält Rohre und Schläuche an Wand, Decke oder Trägerplatte in Position. Sie besteht aus einer C-förmigen Klemmschale mit seitlichem Rastverschluss und einem Sockel mit zwei Durchgangslöchern für die Befestigung. Das Rohr wird eingelegt, die Schale geschlossen, der Verschluss rastet ein. Die Baugröße ist auf jedem Sockel als Prägung eingegossen, etwa Ø 25-28. Wer später nachrüstet, kann die passende Größe damit am montierten Teil ablesen, ohne nachzumessen.
Ob ein Rohr in eine Größe passt, entscheidet allein sein gemessener Außendurchmesser. Er muss innerhalb des Spannbereichs liegen, der auf dem Sockel eingeprägt ist. Zum Nachrechnen die Maße der beiden gebräuchlichsten Rohrreihen: Bei PVC-Druckrohr nach EN ISO 1452 ist die Größenangabe zugleich der Außendurchmesser – ein PVC-Rohr 25 mm misst also außen 25 mm. Bei Gewinderohr nach EN 10255 hilft die Zollangabe dagegen nicht weiter, weil sie historisch vom Innendurchmesser stammt. Dort gilt: ein halbes Zoll misst außen 21,3 mm, drei viertel Zoll 26,9 mm, ein Zoll 33,7 mm, eineinviertel Zoll 42,4 mm, eineinhalb Zoll 48,3 mm und zwei Zoll 60,3 mm. Diese Außenmaße sind für die mittelschwere und die schwere Reihe gleich; die Wandstärke ändert den Außendurchmesser nicht. Welche dieser Maße in den jeweiligen Spannbereich fallen, steht bei jeder Größe unter „Passend für Rohr-Ø“ in den technischen Daten. Im Zweifel messen Sie das Rohr nach.
Die Klemmschale ist enger gefertigt als das Rohr, das sie hält. Sie lässt sich deshalb nicht von Hand zudrücken, sondern muss mit einer Zange über das Rohr gezogen werden, bis der seitliche Verschluss vollständig einrastet. Wird sie nur angedrückt, greift die Rastung nicht sicher und die Klemme kann sich unter Last wieder öffnen. Das Untermaß der Schale ist kein Mangel, sondern erzeugt erst die Klemmkraft, die das Rohr an seinem Platz hält.
Am Sockel sitzt ein Distanzstück, das über zwei schmale Kunststoffstege angebunden ist. Im Regelfall wird es nicht gebraucht: Die Klemme wird unmittelbar an Wand oder Decke geschraubt, das Rohr liegt dann eng an der Fläche. Braucht die Leitung mehr Abstand, weil ein Kugelhahn, eine Verschraubung oder eine Muffe dicker aufträgt als das Rohr selbst, trennen Sie das Distanzstück an den Stegen ab, legen es unter den Sockel und verschrauben beide Teile gemeinsam. Die Schraube muss dafür um die Höhe des Distanzstücks länger ausfallen. Üblich ist, je eine Klemme vor und hinter einer solchen Armatur zu setzen.
Das Abtrennen lässt sich nicht rückgängig machen. Wer das Distanzstück erst später braucht, sollte es deshalb aufbewahren – als loses Kleinteil ist es schnell verlegt.
Typ Popp ist eine im Handel eingeführte Bezeichnung für diese Bauform, keine Norm und kein Herstellername. Gemeint ist die Kombination aus einrastender Klemmschale, Sockel mit zwei Befestigungslöchern und angebundenem Distanzstück. Wer nach Rohrklemme, Rohrclip, Rohrschelle oder Rohrhalterung sucht, meint in aller Regel dasselbe Bauteil.
Der Werkstoff ist Polypropylen. Der Kunststoff korrodiert nicht und ist gegenüber Wasser, wässrigen Säuren, Laugen und Salzlösungen beständig. Damit eignet sich die Klemme für Keller, Werkstatt, Feuchträume und die Wasserführung im Stall. Gegenüber aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen, Benzin und Heizöl ist Polypropylen dagegen nur bedingt beständig; in solchen Bereichen ist der Einsatz im Einzelfall zu prüfen. Für dauerhaft besonnte Außenmontage ist ein geschützter Einbauort vorzuziehen, weil Kunststoffe unter Sonneneinstrahlung altern.
Geliefert wird eine einzelne Rohrklemme in der gewählten Größe, mit angebundenem Distanzstück. Schrauben und Dübel sind nicht enthalten, weil sie zum jeweiligen Untergrund passen müssen.
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