Bolzenanker für schwere Lasten in ungerissenem Beton | verzinkt | Option 7

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Europäisch bewertet nach ETA 05/0242, Option 7 — für ungerissenen Beton C20/25 bis C50/60
Bis 1.228 kg Zuglast bei M12 — Einzelanker, Standard-Einbautiefe, Beton C20/25
Auch in feuchten und wassergefüllten Bohrlöchern setzbar

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Schwere Lasten dauerhaft in Beton verankern

Der Bolzenanker verbindet Maschinen, Geländer, Konsolen und Sicherheitsbarrieren fest mit ungerissenem Beton. Er arbeitet nach dem Prinzip des Reibschlusses: Beim Anziehen der Mutter zieht sich die Ankerstange nach oben, der Clip spreizt sich gegen die Bohrlochwand und verkeilt sich. Je stärker die Last zieht, desto fester sitzt die Verankerung. Der Einbau ist kraftkontrolliert und über das Anzugsmoment nachvollziehbar.

Wofür dieser Anker zugelassen ist

Die Europäische Technische Bewertung ETA 05/0242 nach Option 7 gilt für ungerissenen Beton der Festigkeitsklassen C20/25 bis C50/60 und für statische sowie quasistatische Lasten. In gerissenem Beton, in Porenbeton, in Mauerwerk oder in Naturstein darf er nicht eingesetzt werden. Wer eine Anwendung in gerissenem Beton plant, braucht die Ausführung nach Option 1.

Die Verzinkung von mindestens 5 Mikrometer schützt gegen Korrosion unter trockenen Bedingungen. Der Anker ist deshalb für den Innenbereich vorgesehen und nicht für dauerhaft feuchte oder witterungsbelastete Umgebungen.

Zwei Einbautiefen, zwei Tragfähigkeiten

Eine Besonderheit dieser Baureihe: Sie ist für zwei unterschiedliche Einbautiefen zugelassen. Bei der Standard-Einbautiefe steht die volle Tragfähigkeit zur Verfügung. Reicht die Bauteildicke nicht aus, lässt sich der Anker flacher setzen — dann sinkt die zulässige Last spürbar, bei M12 etwa von 1.228 auf 828 Kilogramm Zuglast. Sämtliche hier angebotenen Größen sind für die Standard-Einbautiefe ausgelegt.

Tragfähigkeit

Die maximal empfohlenen Lasten bei Standard-Einbautiefe betragen für M8 rund 779 Kilogramm Zug und 571 Kilogramm Quer, für M10 rund 905 und 956 Kilogramm, für M12 rund 1.228 und 1.686 Kilogramm. Diese Werte gelten für einen Einzelanker in Beton C20/25 ohne Einwirkung von Rand- und Achsabständen und schließen den Sicherheitsbeiwert bereits ein. Bei mehreren Ankern nebeneinander, in Bauteilkanten oder bei geringerer Betondicke fallen sie niedriger aus. Für höherfeste Betone gelten Erhöhungsfaktoren.

Einbau in vier Schritten

Bohrloch mit dem angegebenen Durchmesser und der angegebenen Tiefe im Schlag- oder Hammerbohrverfahren erstellen. Anschließend das Bohrloch mit Luftpumpe und Bürste gründlich von Bohrmehl befreien — verbleibender Staub kostet Tragfähigkeit. Den Anker eintreiben, bis die Tiefenmarkierung bündig mit der Betonoberfläche abschließt; bei Bedarf mit dem Hammer nachhelfen. Zuletzt mit dem Drehmomentschlüssel auf das für die Größe angegebene Anzugsmoment festziehen.

Das Bohrloch darf dabei trocken, feucht oder sogar mit Wasser gefüllt sein — das erspart auf Baustellen das Trockenlegen. Gesetzt werden kann sowohl vor dem Anbringen des Bauteils als auch durch dessen Bohrung hindurch.

Größen und Auswahl

Verfügbar sind die Gewinde M8, M10 und M12 in insgesamt vierzehn Längen von 75 bis 210 Millimetern. Die Länge richtet sich nach der Dicke des zu befestigenden Bauteils: Je dicker das Anbauteil, desto länger muss der Anker sein, damit die erforderliche Verankerungstiefe im Beton erhalten bleibt. Bohrerdurchmesser, Bohrlochtiefe und Verankerungstiefe stehen bei jeder Größe in den technischen Daten.

Zu beachten ist außerdem die Mindestdicke des Betonbauteils: Sie beträgt bei M8 einhundert, bei M10 einhundertzehn und bei M12 einhundertdreißig Millimeter bei Standard-Einbautiefe.

Bolzenanker sind sicherheitsrelevante Bauteile. Ein fehlerhaft gesetzter Anker kann sich unter Last lösen. Die folgenden Punkte sind einzuhalten:

  • Nur in ungerissenem Beton der Festigkeitsklassen C20/25 bis C50/60 verwenden. Nicht zulässig in gerissenem Beton, Porenbeton, Mauerwerk, Naturstein oder Hohlkammersteinen.
  • Nur unter trockenen Bedingungen im Innenbereich einsetzen. Die Verzinkung bietet keinen dauerhaften Schutz bei Feuchtigkeit oder Witterungseinfluss.
  • Nur für statische und quasistatische Lasten. Nicht für stoßartige, dynamische oder seismische Beanspruchung sowie nicht für Brandbeanspruchung bemessen.
  • Das Anzugsmoment mit einem Drehmomentschlüssel einhalten. Zu geringes Anziehen verhindert das Spreizen, zu hohes kann den Beton schädigen.
  • Bohrloch vor dem Setzen mit Luftpumpe und Bürste vollständig von Bohrmehl reinigen.
  • Mindestrand- und Mindestachsabstände sowie die Mindestbauteildicke einhalten. Bei M12 beträgt die Mindestbauteildicke 130 mm bei Standard-Einbautiefe.
  • Die angegebenen Lasten gelten für einen Einzelanker ohne Rand- und Achsabstandseinfluss bei Standard-Einbautiefe. Bei reduzierter Einbautiefe, mehreren Ankern oder Randnähe sind sie geringer.
  • Bewehrung nicht anbohren. Vor dem Bohren die Lage der Bewehrung prüfen.
  • Einen einmal gesetzten Anker nicht wiederverwenden.

Die Bemessung tragender Verankerungen ist Aufgabe eines Fachplaners. Die hier genannten Werte ersetzen keine statische Berechnung im Einzelfall.

  • Bauform Kraftkontrolliert spreizender Bolzenanker, Durchsteckmontage
  • Werkstoff Kohlenstoffstahl, galvanisch verzinkt
  • Norm ETA 05/0242 nach EAD 330232-01-0601, Option 7
  • Oberfläche galvanisch verzinkt
  • Bohrerdurchmesser 8 mm
  • Mindest-Bohrlochtiefe 65 mm
  • Verankerungstiefe 48 mm
  • Durchgangsbohrung im Anbauteil 9 mm
  • Schlüsselweite SW 13
  • Empfohlenes Anzugsmoment 20 Nm
  • Montagewerkzeug Bohrhammer, Ausbläser und Bürste, Drehmomentschlüssel
  • Wiederverwendbar Nein — einmal gesetzte Anker nicht wiederverwenden
  • Einsatzbereiche Trockene Innenräume — Geländer, Konsolen, Schwerlastregale, Maschinenfüße, Rohrleitungen und Schutzgitter
  • - 5 × Bolzenanker M8 × 75 mm, verzinkt (ETA Option 7) – je mit Spreizclip, Sechskantmutter und Unterlegscheibe

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Häufige Fragen zum Bolzenanker Option 7

Option 7 ist eine Bewertungsstufe der Europäischen Technischen Bewertung. Sie gilt für Verankerungen in ungerissenem Beton der Klassen C20/25 bis C50/60. Dieser Anker trägt die ETA 05/0242. Wo mit Rissen im Beton zu rechnen ist, wird ein Anker nach Option 1 benötigt.
Zugzonen tragender Bauteile reißen unter Last planmäßig auf, etwa die Unterseiten von Decken und Unterzügen. Ungerissen sind in der Regel Druckzonen und gering belastete Bauteile. Sicher beurteilen lässt sich das nur anhand der Statik durch eine fachkundige Person. Im Zweifel ist ein Anker für gerissenen Beton die richtige Wahl.
Je Länge steht fest, wie dick das zu befestigende Teil höchstens sein darf. Bei M8 × 75 mm sind es 5 mm, bei M8 × 115 mm bereits 45 mm, bei M12 × 200 mm 108 mm. Messen Sie die Dicke Ihres Anbauteils und wählen Sie die Länge, deren Wert darüber liegt.
Die Mindest-Bohrlochtiefe beträgt 65 mm bei M8, 75 mm bei M10 und 85 mm bei M12. Der Bohrerdurchmesser entspricht der Gewindegröße, also 8, 10 oder 12 mm. Beide Werte stehen variantengenau in den technischen Daten.
Nein. Die Zulassung gilt für Verankerungen unter trockenen Bedingungen in Innenräumen. Die Verzinkung von mindestens 5 Mikrometern ist für dauerhafte Feuchte, Außenluft oder Stallklima nicht ausgelegt. Dafür benötigen Sie einen Anker aus nichtrostendem Stahl.
Ja. Der Anker spreizt kraftkontrolliert — das Anzugsmoment stellt die Vorspannung her, auf der die Tragfähigkeit beruht. Es beträgt 20 Nm bei M8, 35 Nm bei M10 und 60 Nm bei M12. Zu festes Anziehen kann den Anker überdehnen.
Ja, das Setzen ist in trockenen, feuchten und wassergefüllten Bohrlöchern zulässig. Wichtig ist, das Bohrloch vorher mit Ausbläser und Bürste von Bohrmehl zu befreien. Das ändert nichts daran, dass die Verankerung selbst nur für trockene Innenräume vorgesehen ist.
Nein. Der Spreizclip verformt sich beim Setzen bleibend. Ein einmal gesetzter Anker erreicht beim zweiten Einbau die Tragfähigkeit nicht mehr und darf nicht wiederverwendet werden.

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