Bolzenanker für gerissenen und ungerissenen Beton | verzinkt | Option 1

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Europäisch bewertet nach ETA 12/0397, Option 1 — auch für gerissenen Beton
Bis 1.333 kg Zuglast bei M12 in ungerissenem, 714 kg in gerissenem Beton (C20/25, Einzelanker)
Einbautiefe nach dem Setzen am Buchstaben auf dem Bolzenende kontrollierbar

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Bolzenanker für gerissenen und ungerissenen Beton

Der Bolzenanker verbindet Geländer, Konsolen, Schwerlastregale, Maschinenfüße, Rohrleitungen und Schutzgitter dauerhaft mit dem Betonuntergrund. Er arbeitet kraftkontrolliert spreizend und wird in Durchsteckmontage gesetzt: Das Bohrloch entsteht durch das Anbauteil hindurch, der Anker wird eingetrieben und mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Angeboten werden die Gewindegrößen M8, M10 und M12 in insgesamt 18 Längen von 75 bis 220 Millimetern.

Auch für gerissenen Beton bewertet

Diese Baureihe ist europäisch bewertet nach ETA 12/0397, Option 1, ausgestellt vom Instituto Eduardo Torroja nach EAD 330232-01-0601. Sie gilt damit für gerissenen und ungerissenen Beton der Klassen C20/25 bis C50/60. Gerissener Beton ist in belasteten Bauteilen der Regelfall: Zugzonen von Decken, Unterzügen und Wänden reißen unter Last planmäßig auf. Lässt sich eine Rissbildung am Verankerungsort nicht ausschließen, ist eine Bewertung nach Option 1 die Voraussetzung für den Einsatz. Die Bemessung erfolgt nach EN 1992-4.

Ist Rissbildung am Verankerungsort dagegen sicher ausgeschlossen, genügt der Bolzenanker nach Option 7 — gleiche Bauart und Montage, nur ohne Bewertung für gerissenen Beton.

Tragfähigkeit

Die maximal empfohlenen Lasten betragen in ungerissenem Beton für M8 rund 397 Kilogramm Zug und 680 Kilogramm Quer, für M10 rund 857 und 1.160 Kilogramm, für M12 rund 1.333 und 1.686 Kilogramm. In gerissenem Beton liegen die Zugwerte niedriger, nämlich bei rund 278 Kilogramm für M8, 524 Kilogramm für M10 und 714 Kilogramm für M12. Diese Werte gelten für einen Einzelanker in Beton C20/25 ohne Einwirkung von Rand- und Achsabständen und schließen den Sicherheitsbeiwert bereits ein. Stehen mehrere Anker nebeneinander, sitzt die Verankerung in einer Bauteilkante oder ist der Beton dünner, fallen die Werte niedriger aus. Für höherfeste Betone gelten Erhöhungsfaktoren.

Einbau und Kontrolle

Gebohrt wird mit dem Durchmesser der Gewindegröße, also 8, 10 oder 12 Millimeter. Das Bohrloch darf trocken, feucht oder wassergefüllt sein; entscheidend ist, dass es vor dem Setzen mit Ausbläser und Bürste von Bohrmehl befreit wird. Nach dem Eintreiben lässt sich die erreichte Einbautiefe am Buchstaben auf dem Bolzenende ablesen — eine Sichtkontrolle, die auch eine dritte Person nachvollziehen kann. Angezogen wird mit dem Drehmomentschlüssel auf 15 Newtonmeter bei M8, 40 Newtonmeter bei M10 und 60 Newtonmeter bei M12.

Werkstoff und Einsatzbereich

Ankerstange, Sechskantmutter und Unterlegscheibe bestehen aus Kohlenstoffstahl mit einer galvanischen Verzinkung von mindestens 5 Mikrometern. Der Spreizclip trägt eine sherardisierte Zinkschicht von mindestens 15 Mikrometern und ist damit stärker geschützt als die übrigen Bauteile — er wird beim Spreizen mechanisch am stärksten beansprucht. Die europäische Bewertung gilt ausschließlich für Verankerungen unter trockenen Bedingungen in Innenräumen. Für Außenmontage, Feuchträume und Stallbereiche ist dieser Anker nicht vorgesehen. Der Verankerungsgrund darf zwischen minus 40 und plus 80 Grad Celsius liegen.

Hinweis zur Größe M12 × 80 mm

Diese eine Abmessung führt der Hersteller außerhalb der europäischen Bewertung. Sie ist von der ETA 12/0397 nicht erfasst und auch vom Feuerwiderstand ausgenommen. Sie hat mit 50 statt 70 Millimetern eine flachere Verankerungstiefe und entsprechend geringere Lastwerte. Wo eine europäisch bewertete Verankerung gefordert ist, wählen Sie bitte eine der übrigen M12-Längen ab 100 Millimetern.

Lieferumfang

Jeder Anker wird vollständig geliefert, also mit Spreizclip, Sechskantmutter und Unterlegscheibe. Die Gebinde umfassen 5, 10 oder 20 Stück je Abmessung. Welche Stückzahl in der gewählten Variante enthalten ist, steht in der Variantenauswahl und im Feld Lieferumfang.

Bolzenanker sind Bauprodukte für tragende Verankerungen. Bitte vor dem Einbau vollständig lesen.

  • Nur für trockene Innenräume. Die ETA 12/0397 lässt diesen Anker ausschließlich für Verankerungen unter trockenen Bedingungen in Innenräumen zu — nicht im Freien, nicht in Feuchträumen, nicht in Stallbereichen.
  • Die Größe M12 × 80 mm ist von der ETA 12/0397 nicht erfasst und auch vom Feuerwiderstand ausgenommen. Wo eine europäisch bewertete Verankerung gefordert ist, bitte eine der übrigen M12-Längen ab 100 mm wählen.
  • Die hier genannten Werte ersetzen keine statische Berechnung im Einzelfall. Die Bemessung erfolgt nach EN 1992-4 durch eine fachkundige Person.
  • Lastangaben gelten für einen Einzelanker in Beton C20/25 ohne Einwirkung von Rand- und Achsabständen. Bei mehreren Ankern, in Bauteilkanten oder bei geringerer Betondicke fallen sie niedriger aus.
  • Mindestbauteildicke einhalten: 80 mm bei M8, 90 mm bei M10, 105 mm bei M12.
  • Nur für Beton der Klassen C20/25 bis C50/60. Nicht geeignet für Mauerwerk, Naturstein, Porenbeton oder Hohlkammersteine.
  • Bohrloch vor dem Setzen mit Ausbläser und Bürste von Bohrmehl befreien. Verbleibendes Bohrmehl mindert die Tragfähigkeit.
  • Mit Drehmomentschlüssel auf das angegebene Anzugsmoment anziehen: 15 Nm bei M8, 40 Nm bei M10, 60 Nm bei M12. Nicht überdrehen.
  • Einmal gesetzte Anker nicht wiederverwenden.
  • Verankerungen unter Brandeinwirkung sind nach EN 1992-4 gesondert zu bemessen.
  • Bauform Kraftkontrolliert spreizender Bolzenanker, Durchsteckmontage
  • Werkstoff Kohlenstoffstahl, Mutter DIN 934 Klasse 6, Scheibe DIN 125 oder DIN 9021
  • Norm ETA 12/0397 nach EAD 330232-01-0601, Option 1 — Feuerwiderstand R30 bis R120 (nicht bei M12 × 80)
  • Oberfläche Ankerstange galvanisch verzinkt ≥ 5 µm, Spreizclip sherardisiert ≥ 15 µm
  • Temperaturbeständigkeit −40 °C bis +80 °C im Verankerungsgrund
  • Bohrerdurchmesser 8 mm
  • Mindest-Bohrlochtiefe 60 mm
  • Verankerungstiefe 48 mm
  • Durchgangsbohrung im Anbauteil 9 mm
  • Schlüsselweite SW 13
  • Empfohlenes Anzugsmoment 15 Nm
  • Montagewerkzeug Bohrhammer, Ausbläser und Bürste, Drehmomentschlüssel
  • Wiederverwendbar Nein — einmal gesetzte Anker nicht wiederverwenden
  • Einsatzbereiche Trockene Innenräume — Geländer, Konsolen, Schwerlastregale, Maschinenfüße, Rohrleitungen und Schutzgitter
  • - 5 × Bolzenanker M8 × 75 mm, verzinkt (ETA Option 1) – je mit Spreizclip, Sechskantmutter und Unterlegscheibe

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Häufige Fragen zum Bolzenanker Option 1

Option 1 ist die umfassendste Bewertungsstufe der Europäischen Technischen Bewertung für Betonanker. Sie gilt für gerissenen und ungerissenen Beton der Klassen C20/25 bis C50/60. Dieser Anker trägt die ETA 12/0397. Anker nach Option 7 sind dagegen nur für ungerissenen Beton bewertet.
Beton nimmt Druck gut auf, Zug dagegen kaum. In den Zugzonen tragender Bauteile entstehen unter Last deshalb feine Risse — das ist planmäßig und kein Schaden. Betroffen sind vor allem die Unterseiten von Decken und Unterzügen. Ein Anker, der dort halten soll, muss für gerissenen Beton bewertet sein.
Deutlich. Bei M12 liegt die maximal empfohlene Zuglast in ungerissenem Beton bei rund 1.333 kg, in gerissenem bei rund 714 kg. Bei M10 sind es 857 gegenüber 524 kg, bei M8 397 gegenüber 278 kg. Die Werte gelten für einen Einzelanker in Beton C20/25 ohne Rand- und Achsabstandseinfluss.
Er zeigt an, wie tief der Anker gesetzt wurde. Nach dem Eintreiben muss der zur Länge gehörende Buchstabe bündig mit der Oberfläche des Anbauteils abschließen. So lässt sich die Einbautiefe auch später noch kontrollieren, ohne den Anker auszubauen.
Diese eine Abmessung führt der Hersteller außerhalb der Europäischen Technischen Bewertung. Sie ist von der ETA 12/0397 nicht erfasst und auch vom Feuerwiderstand ausgenommen, weil sie mit 50 statt 70 mm flacher gesetzt wird. Wo eine europäisch bewertete Verankerung gefordert ist, wählen Sie bitte eine M12-Länge ab 100 mm.
Nein. Die Bewertung gilt ausschließlich für Verankerungen unter trockenen Bedingungen in Innenräumen. Der Spreizclip ist mit mindestens 15 Mikrometern stärker geschützt als die übrigen Bauteile, die Ankerstange selbst trägt aber nur 5 Mikrometer Zink. Für Außenbereiche und Feuchträume ist nichtrostender Stahl erforderlich.
80 mm bei M8, 90 mm bei M10 und 105 mm bei M12. Bei der Sondergröße M12 × 80 mm sind es 100 mm. Wird die Mindestdicke unterschritten, gelten die angegebenen Lastwerte nicht mehr.
Ja. Die Tragfähigkeit beruht auf der Vorspannung, die beim Anziehen entsteht. Das Einbaudrehmoment beträgt 15 Nm bei M8, 40 Nm bei M10 und 60 Nm bei M12. Diese Werte liegen niedriger als bei manchen anderen Ankerbaureihen — nicht nach Gefühl anziehen.

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